Wie Blacky in den Walliser Bergen doch noch sein Glück fand
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Fortsetzung 3/5

Ich träumte, ich sei im Schlaraffenland, denn es war warm, niemand schimpfte mit mir und ich döste vor mich hin. Neben der Schachtel stand ein Napf mit Wasser und ein Napf mit etwas, das ich noch gar nicht kannte. Ich hatte Hunger und Durst, traute mich aber nicht an diese Näpfe, es könnte doch wieder etwas schreckliches passieren. Da hatte ich schon lieber Hunger. So verschlief ich einige Stunden im improvisierten Hundebett.

Ein Duft in der Nase weckte mich auf und erinnerte mich daran, dass ich schon sehr lange nichts mehr zwischen den Zähnen zum beissen hatte. Ich schleckte den Finger meiner Retterin ab und eben dieser Finger lockte mich dann zum Futternapf. Siehe da, in diesem Napf war noch mehr von diesem leckeren Zeugs. Da ich aber fix und fertig war und ausserdem dachte, wer mir eine warme und trockene Ecke gibt, der nimmt mir den Napf nicht mehr weg, wankte ich wieder in die Schachtel zurück und schlief weiter.

Am Abend wollte meine Leinenträgerin natürlich nach Haus und da ich zwar ein Halsband (ohne Nummer) aber keine Leine hatte, besorgte sie sich eine Schnur. Ich wollte aber nicht aus diesem Büro hinaus und so trug sie mich bis auf die Strasse. Sie stellte mich auf den schneebedeckten Weg und wartete, bis ich endlich mal mein Bein hebe. Ich war heilfroh, als diese Aktion endlich beendet war fühlte mich dann aber doch wieder wohler. Auf dem Weg in mein neues Zuhause habe ich mich dicht an ihr Bein gedrängt, die Schnur hätte sie sich sparen können, denn ich war weit davon entfernt, wegzulaufen.

Obwohl es mir jeden Tag etwas besser ging, fühlte ich mich nicht wohl und so wurde ich zum Tierarzt gebracht. Da ich mir geschworen habe, nie mehr im Leben ein Auto zu besteigen, waren die Fahrten zum Tierarzt im Tal (je eine halbe Stunde) jedesmal eine Katastrophe.

Hundhier geht die Geschichte weiter