Wie Blacky in den Walliser Bergen doch noch sein Glück fand
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Fortsetzung
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Ich weiss nicht mehr, wie lange ich da in dem Schnee hockte, ich konnte gar nicht so schnell zittern, wie ich fror. Trotzdem hoffte ich immer noch, dass mich mein Meister aus diesem Schneehaufen wieder rausholen würde, obwohl doch er mich in diese Kälte hinausgestossen hat.

Als ich Schritte hörte, klopfte mein Herz so laut, dass ich dachte, der Unbekannte muss das doch hören und ausserdem jammerte ich mit der letzten Kraft, die mir geblieben war, vor mich hin. Die Angst schnürte mir fast die Kehle zu, was wird jetzt wohl wieder schreckliches passieren?

Ein junger Mann bückte sich zu mir herunter und steckte mich in seine riesige, gefütterte Jackentasche (so klein war ich). Ich dachte mir, das kann nichts schreckliches sein, denn es war warm und trocken in dieser Jackentasche, bis ich vor lauter Aufregung mein Geschäft in diese Tasche machte. Den jungen Mann hat das aber nicht gestört, denn während er unauf
haltsam weiter ging, streichelte er mich und redete auf mich ein. Ich habe überhaupt nichts verstanden, aber dem Tonfall nach muss es etwas ruhiges und freundliches gewesen sein.

Der junge Mann marschierte in ein Büro und hob mich ganz vorsichtig aus der Tasche und setzte mich auf das Pult meiner zukünftigen Leinenträgerin und sagte: "Sie kümmern sich schon um 200 Mitarbeiter, da kommt es auf diesen kleinen Vierbeiner auch nicht mehr an". Sprachs und verschwand wieder, er war auch einer von diesen 200 Mitarbeitern.

Obwohl ich total verängstigt war, fühlte ich, das schlimmste war wohl überstanden. Zuerst einmal schauten wir uns gegenseitig etwas hilflos an und dann kam Leben in meine Retterin. Ich weiss nicht, wie sie das so schnell geschafft hat, aber kurze Zeit danach brachte jemand eine Schachtel mit einer Decke. Da ich immer noch zitternd auf dem Pult war und mich nicht vom Fleck bewegte, wurde ich sanft vom Pult gehoben und in eben diese Schachtel gelegt.
Hundhier geht die Geschichte weiter